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Landler und Blues der Südstaaten Zither-Manä & Freunde
Kulturwoche Otterfing, 29.10.2011
Angefangen hat alles am 06. Januar 1980, also vor über 31 Jahren in Wörnsmühl im Leitzachtal in der Nähe von Miesbach. Nach einem Liveauftritt mit einem Volksmusikprogramm kam es dort zu einer Session mit RockmusiÂkern. Die Zither wurde dabei erstmals mit großem Erfolg durch Rockmusik "missbraucht". Heute präsentiert er seinen Zuhörern eine unvereinbar anÂmutende Mischung und verblüfft durch unverkrampfte Übergänge, die ihm mühelos gelingen. Egal, was er zum Besten gibt, die Zither scheint ihn nie im Stich zu lassen und ist ihm bei allem die perfekte Begleitung.
Zither-Manä spielt seit vielen Jahren alles, was ihm gefällt – und das ist halt nicht nur bayerisches Liedgut. Neben Volksliedern und Landlern spielt er Rock, Tango, Blues, Irischen Folk, Balladen – vom Kiem Pauli bis Pink Floyd nutzt er die Zither als Universal-Instrument. Ein kritischer Mensch zu sein und sich über die Missstände seiner Zeit öffentlich Gedanken zu machen, ist neben der Musik die zweite Seite des Zither-Manä. Denn genauso wie er spielt, was er will, sagt er auch, was er denkt.
Viele sind seit seinen Anfängen diesem Weg gefolgt, wie Hubert von Goisern, Hundsbuam, Jodelwahnsinn etc. . Sein vorläufiger Höhepunkt war 2009 die sehr erfolgreiche Gestaltung des Vorprogramms bei seinem Bluesidol John Mayall.
Und an diesem besonderen Abend spielt der Musikkabarettist Zither-Manä zunächst sein SOLO-Programm „Landler und Blues der Südstaaten. Im Lauf des Abends kommt dann sein langjähriger Freund Ferdl Eichner an der Bluesharp zum Einsatz. Das Programm wird dadurch sehr blueslastig. Und zum Schluss wird das Duo verstärkt durch den exzellenten Gitarristen Frank Schimann, der unlängst mit Claudia Cane bei einigen Konzerten von AC/DC im Vorprogramm mitspielte (z.B. in Leipzig und in München).
Rhythm and Blues ist also angesagt.
Hörproben bei http://www.myspace.com/zithermanae
Zither-ManäTel.:08021/1708
Manfred Zick, FAX: 08021/909811 Rotwandstr. 10, Mail:zither-manae@t-online.de 83666 Hauserdörfl, Homepage: http://www.zither-manae.de/ http://www.myspace.com/zithermanae
Pressestimmen
Ein verrückt-menschlicher Edelstein (30 Jahre Zither-Manä)
Mit einem kleinen Satz, frisch und voller Vorfreude, springt er auf die Bühne - ganz wie ein Junger. Dabei ist er bereits seit dreißig Jahren im Geschäft: Zither-Manä (eigentlich: Manfred Zick), der im Gasthof Negele bei Miesbach 1980 den „Zither-Rock“ erfand - und damit so etwas wie die „neue“, weniger kommerziell als kritische „Volksmusik“ in Bayern erst möglich machte. Am vergangenen Freitag war er zum ersten Mal überhaupt im Passauer Scharfrichterhaus zu Gast.
Er braucht keine lauten Töne, um mit bleckender Ironie und fehlerlos vorgetragenen Dialektspezialitäten über bayerische Eigenheiten wie dicke, geschwollenen Schädel sein Publikum zu erreichen. Er wirkt im wahrsten Sinne des Wortes „hintersinnig“. Natürlich dominieren in seinem Programm, das die „Musik der Schwarzen der amerikanischen Südstaaten mit der Musik der schwarzen, deutschen Südstaaten“ verbindet, die Rückblicke.
Richtig nostalgisch wird es nie - dafür ist er zu sehr auf der Höhe der Zeit. Etwa, wenn er ein Lied aus dem Spanischen Bürgerkrieg auf die Situation im heutigen Iran ummünzt, eine elektrische Zither benutzt oder über sein „Myspace“-Profil redet. Das beliebteste Lied darauf, Pink Floyds episches „Shine On You Crazy Diamond“, gelingt auch live ausgezeichnet. Beim „Zither-Rock“ steigt er nach wie vor, wenn auch schon etwas steif, auf den Stuhl - so lange das noch geht, ist ihm zufolge kein Karriere-Ende abzusehen. Und dabei wünscht man diesemverrückt-menschlichen Edelstein, dass sein Humor noch lange funkeln möge.
Passauer Neue Presse, Oktober, 25. Oktober 2010
Der bayerische Rock 'n' Roller (Jubiläumsprogramm 30 Jahre Zither-Manä)
Zither-Manä begeistert das Publikum in der Seidl-Mühle in Ismaning
Als Zither-Manä hat Manfred Zick längst Kultstatus erreicht.
Der Zither-Manä wird in seiner Funktion als längst Kult gewordener Musiker heuer 30 Jahre alt, aber Manfred Zick aus Häuserdörfl im Voralpenland ist schon längst unsterblich geworden. Seine Kunst, mit dem gerade bei jungen Menschen angestaubt wirkenden Instrument ganze Rockbands niederzupowern, wird wohl in 100 Jahren keinen Nachahmer finden.
Am Sonntag zum Jubiläumskonzert in der Ismaninger Seidl-Mühle saß Zither-Manä vor einem ungeschmückten Tisch. Darauf stand die Zither, die im Laufe des Konzertes zum ZauberinÂstrument wurde. Das reicht dem Urbayern mit dem grauen Vollbart, um ganze Bands und Orchester in den Schatten zu stellen. Im Laufe des Konzertes gab es kaum eine Musikrichtung, die nicht in Manfred Zicks Liedern vorkommt - und bei denen er englische Hits ins Bairische übersetzt.
Das Repertoire reicht von Countrysongs des späten Johnny Cash bis zum Boogie-Woogie, wobei ihn Letzteres immer wieder amüsiert: „Der Boogie gilt ja als unspielbar auf der Zither und ich habe ihn noch nie fehlerfrei geschafft. Aber ich spiele ihn trotzdem, und vielleicht finden sie ja den Fehler."
Mit einem solchen Selbstbewusstsein kann nur jemand auftrumpfen, der etwas kann. Der bayerische Rock'n'RolIer mit dem eigentlich so ruhigen Instrument hat es auch in Ismaning geschafft, das Publikum in wenigen Minuten zu begeistern. Am Anfang klatschte ein einsamer Zuschauer in der letzten Reihe, doch schon bald breitete sich eine Welle über den Saal aus, bis wenige Minuten später jeder schnippte oder klatschte. Der Zither-Manä ist ein Phänomen. Und in Ismaning hatte er ein besonders breites Grinsen drauf: „Am 6. Januar 1987 wollte ich bei einem fürchterlichen Schneesturm meinen Auftritt schon absagen, als die Veranstalter sagten: Bei dir kommen die Leute. Über 170 waren da und ich wusste: Irgendwann spielst du auch einmal in der Volkshochschule."
Passend zur Volkshochschule nutzt der Zither-Manä aber auch seinen Kultstatus, um eine politische Aussage zu machen. Im Vorgang der dramatischen Kriegsballade Waltzing Matilda" sprach er von „diesem Wahnsinn jetzt in Afghanistan" und stieß eine Meinung aus, die jede Seele erreicht. Auch als Mensch, der seine Meinung sagt, ist dieser Künstler etwas ganz besonderes.
Münchner Merkur, 01. Februar 2010
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